Von außen ganz schlicht in weiß gestrichen, gibt die Kirche keinen Hinweis auf den Bilderreichtum, mit dem ihr Inneres aufwartet. Besonders außergewöhnlich ist die De­cken­ge­stal­tung: 38 groß­for­ma­ti­ge Lein­wand­ge­mäl­de mit bib­li­schen The­men, aus­ge­führt in „Ru­bens­scher Ma­nier“ von Mi­cha­el An­ge­lo Im­men­radt und Jo­hann von San­dr­art zieren dort die Decken und Obergaden. Aber es sind nicht nur die Gemälde, die auffallen: Die Kirche wirkt fast wie ein festlicher Saal. Erst Kanzel, Chorraum und Altar lassen den Raum als Kirchenraum wirken, und genau das sei nach Überlieferung auch die Absicht des Kirchenerbauers, Graf Johannes, gewesen. Er hatte die ursprünglich um 1340 erbaute Stiftskirche St. Martin von 1669 bis 1677 aufwändig zu einer Predigt- und Hofkirche umgestaltet.

Der Name "Unionskirche" bezieht sich auf die 1817 geschlossene Union zwischen den evangelischen Christen lutherischer und reformierter Konfession in Naussau. Gr­ab­mä­ler für Herr­scher, Adel und Bür­ger­li­che in der Kirche er­in­nern an de­ren Le­ben und Wir­ken in Id­stein. 2014 wurde die Unionskirche als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt und zieht seitdem auch viele Besucher von außerhalb der Region an.

Die Kosten für Eintritt und Führung durch die Unionskirche (Martin-Luther-Straße 4, 65510 Idstein i.T.) betragen 5 Euro pro Person.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung unter 0151 - 240 874 99 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Wer Interesse an einer Fahrgemeinschaft hat, bekommt dort ebenfalls Auskunft.

 

 

 
 
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